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ENGLISH | IMPRESSUM | 11.10.2008 | ![]() |
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Risikomanagement begleitend zur Produkt- und
In vielen Branchen schreiben Normen und Richtlinien ein Risikomanagement
für Produkte und Verfahren vor. Ein Beispiel sind Medizinprodukte,
für die das Risikomanagement in der internationalen Norm DIN EN ISO
14971 geregelt ist. Obwohl diese Norm nur für Medizinprodukte zwingend
anzuwenden ist, können der dort vorgeschlagene Ablauf und die Systematik
in anderen Branchen mit Vorteil eingesetzt werden.
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Hersteller und Betreiber sind gehalten, Risiken, die von Produkten, Verfahren und Prozessen ausgehen können, zu vermeiden oder wenigstens so gering wie möglich zu halten. Systematisches Risikomanagement hilft allen Beteiligten, frühzeitig Einblick in potentielle Risiken zu gewinnen und für Abhilfe zu sorgen.
Im deutschen, europäischen und amerikanischen Recht für Medizinprodukte wird übereinstimmend ein Risikomangement (Risk Management) für Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostica gefordert. Wie man für diese Produkte die Durchführung des Risikomanagements zu organisieren und durchzuführen hat, wird in der internationalen Norm ISO 14971 erläutert, die sich in Deutschland und Europa gerade im Harmonisierungsprozess befindet. Sie wird nach Übergangsfristen alle anderen vorhergehenden Regelungen des Risikomanagements für Medizinprodukte ablösen.
Der Aufwand verschiebt sich in die frühen Phasen des Produkt-Lebenszyklus durch sehr sorgfältiges Vorgehen bei der Formulierung von Anforderungen, deren Spezifikationen, Verifizierungs- und Validierungsmaßnahmen in jeder Phase unter Einbeziehung des Risikomanagements als integraler Bestandteil der Entwicklungsarbeiten von Beginn an.
In der Summe ist also eine deutliche Einsparung von Zeit und Geld trotz vermeintlich mehr Aufwand für so ungeliebte Dinge wie Risikomanagement und Dokumentation zu erwarten.
Autoren: Dr.-Ing. Kira Stein und Dipl. Ing. Hans-Werner Einicke (VDI, IEEE)
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